Da es für viele unvorstellbar gefährlich scheint, ihr Leben sozusagen an ein Seil zu hängen, hier ausgewählte wichtige Informationen zum Thema Sicherheit.
Seit meinem Einstieg vor über 20 Jahren in die Nutzung von Seilen für das Klettern und als Zugang in die Vertikale (Abseilen in Canyons, Höhlen oder Vulkane) gilt für mich als oberstes Gebot, noch vor obligatorischen Ausbildungen und Einhaltung von Vorschriften, immer mit "gesundem Menschenverstand" vorzugehen und grundsätzlich alles gegenzuchecken und eventuell zu hintersichern. Für das Industrieklettern ist all dies noch verschärft nötig, da es sich einerseits nicht um Freizeitspaß auf eigenes Risiko handelt, sondern auch haftungs- und versicherungsrelevante Regeln und Vorschriften einzuhalten sind.
Desweiteren ist ein großer Unterschied zum Freizeitklettern die grundsätzlich doppelte Absicherung, z.B. ist ein Seilarbeiter immer an 2 Seilen gesichert, die an je 2 Fixpunkten festgemacht werden und jedes Seil ist dicker als die üblichen Kletterseile.
Eine spezielle Ausbildung für Seilarbeiter mit Prüfung unter BG-Aufsicht wurde von mir im September 2004 in München absolviert.
Da für Seilarbeiten nicht nur für den Arbeitsablauf sondern auch zur Sicherheit mindestens 2 Personen vor Ort sein müssen, unterhalte ich Kontakte zu anderen Industriekletterern und Seilarbeits-Firmen.